Mit 41 Jahren bleibt der italienische Skifahrer Christof Innerhofer eine konkurrenzfähige Kraft im Ski-Weltcup und sicherte sich den 10. Platz im kürzlichen Abfahrt in Wengen. In einem Interview äußert er unerschütterliche Hingabe an seinen Sport und träumt von einer fünften Olympiateilnahme. Innerhofer schreibt seine Langlebigkeit intensivem persönlichem Training und tiefer Leidenschaft fürs Skifahren zu.
Christof Innerhofer, einer der ältesten Konkurrenten im Ski-Weltcup, beendete kürzlich als Zehnter die Abfahrt in Wengen, Schweiz, mit Startnummer 37. Dieses Ergebnis folgt auf seinen sechsten Platz in Val Gardena/Gröden und signalisiert eine Formwiederbelebung. Der italienische Veteran, der in seiner Karriere zwei olympische Medaillen und drei WM-Medaillen gesammelt hat, sprach offen über seine Motive in einem Interview mit blue News. »Meine Form ist besser als seit vielen Jahren«, sagte Innerhofer und führte seine Leistung auf intime Kenntnisse der Wengen-Strecke zurück. Er erkannte die Herausforderungen später Startnummern an, bleibt aber optimistisch: »Hätte ich heute mit einer frühen Startnummer antreten können, wäre ich ganz nah ans Podium gekommen.« Obwohl er seit über sieben Jahren kein Podium mehr erreicht hat, sieht Innerhofer Skifahren als Sucht. »Das größte Privileg ist, das zu tun, was man am meisten liebt, 365 Tage im Jahr«, erklärte er. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, trainiert er im Sommer allein auf dem Stelviopass, während Kollegen Urlaub machen, und lackiert täglich sechs Paar Skier. »Keine Anstrengung ist zu groß für mich, um alles Mögliche zu machen«, fügte er hinzu. Innerhofer steht in Italiens Speed-Team vor starker Konkurrenz, ist aber in seiner Jagd nach den fünften Olympischen Spielen unermüdlich. »Ich höre nicht auf, bis ich wieder den Durchbruch schaffe«, bekräftigte er. Die anhaltende Unterstützung der Fans treibt ihn an; ein Treffen letztes Jahr brachte ihn fast zum Weinen und unterstreicht seine anhaltende Beliebtheit. Bei der Reflexion über das Alter bemerkte Innerhofer, wie sich die Wahrnehmungen verändert haben. Er erinnerte sich, dass Paul Accolas 10. Platz mit 36 in Kitzbühel als unglaublich galt, doch mit 41 matcht er diese Leistung. Das Training mit jüngeren Teamkollegen wie dem 24-jährigen Sieger Giovanni Franzoni hält ihn energiegeladen, auch wenn er über Generationsunterschiede mit Kollegen wie Dominik Paris scherzt.