Karabo Mashele startete vor einigen Jahren die Initiative „Girls on Bikes“, um mehr Frauen in Johannesburg zum Radfahren zu motivieren. Die Gruppenfahrten, die nun im dritten Jahr sind, bieten weiblichen Radlerinnen eine sichere und unterstützende Umgebung. Teilnehmerinnen heben die sozialen Vorteile und die verbesserte Sicherheit im Vergleich zum Alleinfahren hervor.
Vor einigen Jahren konnte Karabo Mashele noch nicht Fahrrad fahren. Ermutigt von ihrem Bruder Titi, der Gruppenfahrten in Soweto organisierte und kaum Frauen teilnehmen sah, lernte sie Radfahren und startete „Girls on Bikes“, um reine Frauenfahrten in Johannesburg zu fördern. Die Initiative begann mit kleinen Gruppen, unterstützt von männlichen Begleitern für Verkehrsregelung und Sicherheit. Im dritten Jahr ziehen die Fahrten nun 30 bis 40 Frauen zweimal monatlich an, startend früh samstags von der Cycle Boutique in Milpark. Die Teilnahme kostet 50 Rand, inklusive Fahrzeugbegleitung und Erfrischungen danach. Lokale Fahrradverleihe sind begrenzt und weisen manchmal Interessierte ab. Vor jeder Fahrt briefed Mashele die Teilnehmerinnen über Gefahren wie Schlaglöcher, offene Kanäle, ungeduldige Taxifahrer, Handy-Diebe und Katzenpfiffe. „Leider kann es Situationen geben, in denen ihr angepfiffen werdet. Ich entschuldige mich dafür, aber das ist die Realität als Frau in Südafrika“, sagt sie der Gruppe und fordert sie auf, sicher zu bleiben, sich gegenseitig zu unterstützen und die Fahrt zu genießen. Die Fahrerinnen radeln durch Braamfontein, Newtown und das Stadtzentrum, ernteten verwunderte Blicke, aber auch Ermutigung von Passanten und Fahrern. Freudige Rufe hallen in den Abfahrten wider, und Frauen sprechen sie oft an, um mitzumachen. Die Neulingin Alexandra Greenberg fand die Fahrt anstrengend, aber toll. „Alle waren so freundlich und hilfsbereit. Die Erfahrung war super, und ich komme definitiv wieder, weil alle so unterstützend waren“, sagte sie. Die Stammteilnehmerinnen Tumi Katali und Tumi Masetle, dabei seit 2024, betonen den sozialen Aspekt. „Für mich geht es nicht mal um Fitness, sondern um das Soziale: Leute kennenlernen und Freundschaften schließen. So viele starke Bindungen sind zwischen den Frauen entstanden“, bemerkte Katali. Masetle ergänzte, dass Sicherheit oberste Priorität hat: „Ich würde mich als Frau immer noch nicht sicher fühlen, allein zu radeln.“ Für Fortgeschrittene bietet „Girls on Bikes“ 30-40 km lange Fahrten früh samstags. Im letzten Jahr absolvierten Mitglieder erstmals die 94,7 km des 947 Ride Joburg. Die Gruppe gibt auch Fahrradstunden; die kürzliche Lernende Andiswa Macala, 29, strahlte nach ihrer Stunde. „Es ist eine tolle Initiative. Ich liebe es. Ich komme wieder... Mein inneres Kind ist glücklich“, sagte sie.