Jacques Moretti, Eigentümer der Bar Le Constellation in Crans-Montana, wurde 2010 wegen Betrugs mit Wohnungsleistungen in Korsika verurteilt. Damals 33 Jahre alt, reichte er falsche Bescheinigungen ein, um 6931.99 Euro von der CAF zwischen 2004 und 2006 zu erhalten. Le Figaro hat das Urteil in diesem Fall erhalten, das ein Muster dubioser Bereicherung offenbart.
Jacques Moretti, aus Korsika stammend und Eigentümer der Bar Le Constellation in Crans-Montana, Schweiz, steht unter Verdacht, öffentliche Leistungen betrogen zu haben. Die Bar wurde am Silvesterabend niedergebrannt, doch nun rückt sein Vorleben in den Mittelpunkt. 2008 war er bereits zu 12 Monaten Haft auf Bewährung wegen Zuhälterei zwischen Haute-Savoie und der Schweiz verurteilt worden. Im Januar 2010 stand Moretti, damals 33 Jahre alt, vor dem Korrekturgericht Bastia wegen „Betrug oder falscher Erklärung zur Erlangung personalisierter Wohnungsförderung“. In Ghisonaccia, in der östlichen korsischen Ebene, wo er aufwuchs, legte er „falsche Wohnungsbescheinigungen und Mietquittungen“ vor, um Leistungen der Familienzuschusskasse (CAF) zu beziehen. Der Betrug dauerte von Oktober 2004 bis Juni 2006, bis die Behörden die Täuschung entdeckten. So erhielt er 6931.99 Euro, auf die er keinen Anspruch hatte. Le Figaro hat das Urteil in diesem Fall erhalten. Obwohl hier nicht alle Details der schweizerischen Untersuchung zu vermutetem Betrug bei Covid-Hilfen offenbart werden, stützen sich beide Verfahren, die eine Dekade voneinander entfernt sind, auf ähnliche Mechanismen fraudulöser Bereicherung. Von Korsika in die Schweiz scheint Morettis Weg von Arrangements am Rande der Legalität geprägt.