Mercedes-Pilot Kimi Antonelli feierte seinen ersten Formel-1-Sieg aus der Pole beim Großen Preis von China und wehrte Teamkollege George Russell sowie die Ferrari-Fahrer Lewis Hamilton und Charles Leclerc ab – für ein Mercedes-1-2-3-Podium mit kleinem Durcheinander. Teamchef Toto Wolff lobte die schnelle Beförderung des 19-Jährigen übers Teamradio und brachte Kritiker zum Schweigen, während Hamilton sein erstes Ferrari-Podium holte. McLaren musste mit einem Doppelausfall wegen Aggregatproblemen aufgeben.
Im zweiten Rennen der Formel-1-Saison 2026 auf der Shanghai International Circuit verwandelte Kimi Antonelli – der Lewis Hamilton bei Mercedes ersetzte, nachdem der Siebenfache Weltmeister zu Ferrari gewechselt war – die Pole-Position in seinen ersten Großen Preis-Sieg. Nach einem Platzverlust beim Start kämpfte er sich zurück, managte einen Safety-Car-Neustart auf Hartreifen und hielt Russell trotz eines späten Ausreißers an der Haarnadelkurve stand. Antonelli wurde zu einem der jüngsten Sieger in China, nannte es einen erfüllten „Kindheitstraum“ und dankte Familie und Teams. Sein Vater Marco umarmte ihn emotional und lobte Wolff bei Sky Sports: „Toto hat alles getan“, wobei er den frühen Glauben aus F2-Zeiten hervorhob. Wolffs Teamradio spottete über die Zweifler – „Er ist zu jung... Hier kommt’s, Kimi. Sieg“ – und warnte nach dem Rennen, Formel 1 sei „manisch-depressiv“ und dies nur ein Sieg. Renningenieur Peter Bonnington, der auch mit Hamilton arbeitet, feierte das Podium „wie die Band wieder vereint“ und verglich Antonellis Talent mit dem von Hamilton und Schumacher. Ein viraler Moment entstand, als Antonelli auf dem Podium als „Kimi Raikkonen“ angekündigt wurde (über 850.000 Aufrufe auf X). Hamilton fuhr am britischen Muttertag, startete aggressiv und gegen Teamkollegen Leclerc, holte sein erstes Ferrari-Podium – eines seiner „angenehmsten Rennen“ – mit der neuen Wagentyp-Ära, die ihm liegt, wie Bonningtons „Leben im alten Hund noch“. McLarens Titelverteidigung geriet ins Stocken durch Ausfälle von Oscar Piastri und Lando Norris wegen separater elektrischer Aggregatfehler, was eine Untersuchung bei Mercedes HPP auslöst. Haas beeindruckte: Oliver Bearman wurde Fünfter, nachdem er Isack Hadjars Crash auswich und Verkehr aufholte, womit das Team vor Red Bull Vierter in der WM ist. Verstappen erholte sich früh, schied aber mit ERS-Kühlproblemen aus. Aston Martin kam ins Stocken: Stroll früh raus, Alonso mit Motorvibrationen. Alpine glänzte mit Pierre Gasly als Sechstem (nachgab an Bearman) und Franco Colapintos erster WM-Punkt. Williams kämpfte: Alex Albon mit Hydraulikdefekt aus, Carlos Sainz Neunter. Antonelli blickt auf die Herausforderungen in Suzuka.