Mercedes sichert sich erste Reihe im Sprint-Qualifying zum GP China

George Russell sicherte sich die Pole-Position für das Sprint-Rennen des Formel-1-Großpreises von China und führte Teamkollege Kimi Antonelli zu einem Mercedes-1-2 im Qualifying in Shanghai. Das Team übertraf die Rivalen um mehr als eine halbe Sekunde, Lando Norris wurde für McLaren Dritter. Toto Wolff führte den Vorteil auf die starke Kurvenleistung des Teamwagens für 2026 zurück.

Im Sprint-Qualifying zum Grand Prix von China zeigte Mercedes Dominanz auf der Shanghai International Circuit. George Russell fuhr in Q3 die schnellste Zeit von 1m31.520s, Kimi Antonelli folgte knapp mit 1m31.809s und sicherte so einen Front-Row-Lockout. Dieses Ergebnis baute auf den 1-2-Finish von Mercedes im Saisonauftakt in Melbourne auf und verlängert ihren starken Start in die Saison 2026 hinein. Russell war in allen drei Qualifying-Segmenten Schnellster und distanzierte das Feld deutlich. In Q1 fuhr er 1m33.030s, vor den Ferraris von Lewis Hamilton und Charles Leclerc, während Antonelli vier Zehntel langsamer war und die McLarens fast acht Zehntel zurücklagen. Max Verstappen kämpfte auf Platz 11 und bezeichnete die Lenkbarkeit seines Red Bull RB22 als „horrendous“. Vorfälle umfassten Verstappens weiten Moment in der letzten Kurve von Q2 sowie Antonellis mögliche Behinderung von Norris in Kurve 1, wobei die Steward keine weiteren Maßnahmen ergriffen, nachdem Norris bestätigte, keine Push-Lap gefahren zu sein. Die finale Q3-Reihenfolge sah Norris auf dem dritten Platz mit 1m32.141s, gefolgt von Hamilton (1m32.161s), Oscar Piastri (1m32.224s), Pierre Gasly (1m32.528s), Leclerc (1m32.888s), Verstappen (1m33.254s), Isack Hadjar (1m33.409s) und andere weiter hinten. Ausfälle in früheren Segmenten trafen Teams wie Alpine, Aston Martin und Red Bull, wobei Sergio Perez durch ein Problem am Kraftstoffsystem ausschied. Mercedes-Teamchef Toto Wolff äußerte sich nach der Session zufrieden gegenüber Sky Germany: „I’m really satisfied... There’s a healthy gap to the others.“ Er hob die Kurvenstärke des Wagens hervor und wies auf einen Mindestgeschwindigkeitsvorteil von 5 km/h gegenüber Gaslys Alpine in Kurven wie 6 und 11 hin, trotz leichter Defizite auf den Geraden. Wolff schrieb den Erfolg einem frühen Fokus auf den 2026er-Wagen zu: „We put a lot of effort into the '26 car, maybe a bit earlier than some of the others... the car's on rails.“ GPS-Daten zeigten, dass Mercedes Geraden und Kurven effektiv ausbalancierte, wobei McLaren im Kurvenkomplex Turn 1-3 konkurrenzfähig war, aber 7 km/h langsamer auf der Hintergeraden. Piastri nannte den Vorteil von Mercedes „impressive“. Das Sprint-Rennen folgt am Samstag, Haupt-Qualifying und Grand Prix sind für Sonntag geplant.

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