Haas-Pilot Oliver Bearman erlitt während des Großen Preises von Japan einen Aufprall von 50G, nachdem es in der Spoon-Kurve in Suzuka zu einer Situation mit hoher Geschwindigkeitsdifferenz gegenüber dem Alpine-Piloten Franco Colapinto gekommen war. Bei Bearman wurde eine Prellung des rechten Knies diagnostiziert, Knochenbrüche wurden jedoch ausgeschlossen. Der Unfall hat die Bedenken hinsichtlich der Energiemanagement-Regelungen der Formel 1 für 2026 verstärkt.
Oliver Bearman schied in Runde 22 aus, als er im Kampf um den 17. Platz auf Franco Colapinto traf. Bei einer Geschwindigkeit von 308 km/h sah sich Bearman aufgrund unterschiedlicher Energiemanagement-Strategien mit einer Geschwindigkeitsdifferenz von 45 km/h konfrontiert, was ihn zwang, auf das Gras auszuweichen, bevor er in die Leitplanken der Spoon-Kurve rutschte. Haas-Teamchef Ayao Komatsu beschrieb den Vorfall als Folge dieser massiven Geschwindigkeitsdifferenz. Er nahm Colapinto in Schutz und führte den Unfall eher auf eine Fehleinschätzung Bearmans unter den neuen Regeln als auf einen reinen Fahrfehler zurück. Bearman konnte das Auto mit einer Knieprellung verlassen und wurde von seinen Medienpflichten entbunden, nachdem Röntgenaufnahmen keine Brüche zeigten. Komatsu äußerte sich erleichtert darüber, dass die Verletzung nicht schwerwiegender war, und bezeichnete den Vorfall als Lehre für das Team und den Sport. Franco Colapinto äußerte Bedenken hinsichtlich der Gefahren solcher Geschwindigkeitsunterschiede und verglich sie mit dem Unterschied zwischen einer langsamen Auslaufrunde und einer schnellen Push-Runde. 'Der Geschwindigkeitsunterschied ist so groß... es wird wirklich gefährlich', sagte Colapinto und merkte an, dass Bearman ihn sogar noch im Drehen überholt habe. Er verwies dabei auf einen ähnlichen Beinahe-Unfall in Australien. Carlos Sainz, Direktor der Fahrergewerkschaft, betonte die früheren Warnungen an die FIA und die Formel 1 bezüglich dieser Risiken und erklärte, es sei 'nur eine Frage der Zeit' gewesen, bis ein schwerer Unfall passiere. Die FIA gab eine Erklärung ab, in der sie auf die laufenden Diskussionen über das Reglement für 2026 hinwies. Für April sind Treffen angesetzt, darunter eine Sitzung der F1-Kommission am 9. April, bei der das Energiemanagement und die Sicherheit auf Basis realer Daten überprüft werden sollen.