Haas-Formel-1-Teamchef Ayao Komatsu hat nach der Kollision zwischen Oliver Bearman und Franco Colapinto beim Großen Preis von Japan zur Zurückhaltung bei überstürzten Regeländerungen aufgerufen. Der Vorfall in Suzuka unterstrich die Sorgen hinsichtlich der Geschwindigkeitsunterschiede unter dem Reglement für 2026. Komatsu betonte die Notwendigkeit durchdachter Anpassungen inmitten der laufenden Diskussionen.
In Suzuka lag Bearman im zweiten Sektor etwa eine Sekunde hinter dem Alpine von Colapinto. Als Colapinto jedoch in der Spoon-Kurve Energie sparte, entstand eine Geschwindigkeitsdifferenz von 45 km/h, die Bearman dazu zwang, auf das Gras auszuweichen. Er prallte mit 50G in die Streckenbegrenzung, was die Prüfung der Regeln für 2026 intensivierte, da diese unterschiedliche Batteriestrategien fördern und die Geschwindigkeitsunterschiede vergrößern – ein Problem, das bereits seit der Saisonvorbereitung sowie bei Vorfällen in Melbourne und Shanghai thematisiert wurde. Die Fahrer haben ihre Sicherheitsbedenken geäußert: Colapinto bezeichnete die Situation als 'wirklich gefährlich', Carlos Sainz sagte voraus, es sei 'nur eine Frage der Zeit' gewesen, und Lando Norris erklärte, die Fahrer seien der Antriebseinheit 'ausgeliefert'. Max Verstappen drängt aufgrund des Fokus der Regeln auf elektrische Energie auf grundlegende Überarbeitungen. Komatsu warnte gegenüber Sky Sports: 'Wir dürfen keine voreiligen Änderungen vornehmen, um dann ein paar Rennen später festzustellen, dass das die falsche Option war.' Er lobte die Zusammenarbeit zwischen den Teams, der FIA und der Formel 1 und erwartet eine solide Lösung. Für das Qualifying wurde bereits ein Limit für die Energierückgewinnung eingeführt, das ein späteres Abbremsen vor den Kurven ermöglicht, und für den 9. April ist ein Treffen mit allen Beteiligten geplant. Gegenüber der Presse erklärte Komatsu, dass kleinere Anpassungen die Sicherheit und die Qualität der Rennen verbessern könnten, ohne dass umfassende Überholungen erforderlich seien.