Premierminister Sébastien Lecornu hat TotalEnergies dazu aufgerufen, seine Preisobergrenzen für Kraftstoffe zu verschärfen, um Übergewinne umzuverteilen. Die Erklärung erfolgt vor dem Hintergrund eines starken Anstiegs der Konzerngewinne aufgrund des Nahostkonflikts. Die Regierung setzt angesichts knapper Haushaltsmittel auf gezielte Hilfen.
Der französische Premierminister Sébastien Lecornu ermutigt TotalEnergies dazu, eine 'großzügige Deckelung der Zapfsäulenpreise' umzusetzen. Laut Berichten von La Tribune Dimanche sagte er: 'Gesunder Menschenverstand bedeutet eine großzügige Deckelung, die für die französischen Verbraucher wieder interessant werden kann, da sie den Nutzen eines französischen Ölkonzerns erkennen können.'
Dies folgt auf einen Anstieg des Nettogewinns von TotalEnergies um 51 Prozent im ersten Quartal 2026, der durch die aufgrund des Nahostkonflikts in die Höhe geschnellten Ölpreise getrieben wurde. Der Konzern deckelt die Preise in Frankreich derzeit bei 1,99 Euro pro Liter für bleifreies Benzin und 2,09 Euro für Diesel, solange die Krise andauert.
Die Sozialistische Partei hat einen Gesetzesentwurf zur Besteuerung der Übergewinne von Energiekonzernen eingebracht, der von der Linken unterstützt wird. Marine Le Pen vom Rassemblement National befürwortet eine Besteuerung, falls sich die Deckelung als unzureichend erweisen sollte. Angesichts der Haushaltszwänge versicherte Lecornu, dass die Regierung die gezielten Hilfen 'je nach Dauer des Krieges' anpasse.