Umfrage zeigt: Wahlplakate führen bei erinnerung an wahlwerbung

Eine Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung ergab, dass 93 Prozent der Wähler sich an Plakatwerbung aus dem Bundestagswahlkampf 2025 erinnern konnten. Digitale und gedruckte Medien folgten mit geringeren Werten. Die Umfrage beleuchtet die Wahrnehmung von Wahlwerbung, nicht ihren Einfluss auf Stimmen.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat im Auftrag eine repräsentative Umfrage durch das Institut IPSOS durchführen lassen. Von 25. Februar bis 14. April 2025 wurden 4001 Wahlberechtigte in Deutschland telefonisch befragt. Der Fokus lag auf der Erinnerung an verschiedene Formen der Wahlwerbung nach der vorgezogenen Winterwahl im Januar und Februar 2025.

Plakate dominierten mit 93 Prozent Erinnerungswert. Gefolgt von Werbung im Briefkasten (58 Prozent), Straßendänden (54 Prozent), Printanzeigen (47 Prozent) und Social-Media-Werbung (42 Prozent). Nur 14 Prozent erinnerten sich an persönliche Ansprachen, etwa an der Haustür.

„Wer clever ist, klebt – nämlich Plakate“, sagte Studienautor Jochen Roose dem RND. „Plakate sehen alle, denen entkommt fast niemand.“ Die Studie betont, dass sie die Wahrnehmung misst, nicht den Einfluss auf die Wahlentscheidung. „Wie welche Wahlwerbung wirkt, kann man aus der Studie nicht ableiten, dafür ist die Wahlentscheidung viel zu kompliziert“, erklärte Roose.

Über alle Kanäle wurde Werbung der CDU/CSU am häufigsten erinnert, gefolgt von SPD, AfD und Grünen. FDP und Linke seltener, BSW am wenigsten. Wähler erinnerten sich überdurchschnittlich an Werbung ihrer gewählten Partei.

Anhänger von AfD, Linke, FDP und BSW merkten sich Social Media stärker, CDU/CSU-Wähler Printanzeigen. Im Vergleich zu 2021 waren Social Media und Print bleibender, Briefwerbung weniger nachhaltig. „Überraschend finde ich, dass die Unterschiede zwischen dem Bundestagswahlkampf 2021 und 2025 nicht sehr groß sind“, sagte Roose. Der Winter habe den Kampagnen nicht geschadet, und AfD sowie Linke blieben stärker in Erinnerung.

Ältere (ab 76 Jahren: 60 Prozent Print) erinnerten sich mehr an Zeitungsanzeigen, Jüngere (18-34: 81 Prozent Social Media) an digitale Werbung. Männer (46 Prozent) merkten sich Social Media öfter als Frauen (37 Prozent).

„Man sieht insgesamt sehr deutlich, dass Wahlwerbung auch ankommt – und auch über verschiedene Wege“, fasste Roose zusammen.

Verwandte Artikel

News illustration of AfD leading Union by 5 points (27% vs 22%) in German polls, with Chancellor Merz at 15% approval.
Bild generiert von KI

AfD leads Union by five points in latest poll

Von KI berichtet Bild generiert von KI

The latest RTL/ntv Trendbarometer by Forsa shows the AfD at 27 percent, five points ahead of the Union at 22 percent. The Union records its worst result since December 2021. Approval for Chancellor Friedrich Merz has fallen to a low of 15 percent.

Berlin's governing mayor Kai Wegner called his CDU party's drop in a recent election poll a concerning signal for the city. The Left Party leads with 20 percent, followed by the Greens and AfD.

Von KI berichtet

A current poll shows the AfD reaching a new record in Brandenburg and clearly surpassing the SPD and CDU coalition partners.

The CDU has published a 34-page brochure titled „Abstieg für Deutschland. Keine Alternative.“ accusing the AfD of endangering democracy. The AfD responded sharply with videos and a criminal complaint.

Von KI berichtet

A Pulse Asia survey conducted from May 3 to 7 found that 83 percent of Filipinos use online platforms as news sources, with Facebook leading at 75 percent. The poll was commissioned by the Stratbase group as the first pre-election survey for the 2028 elections.

Diese Website verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies für Analysen, um unsere Website zu verbessern. Lesen Sie unsere Datenschutzrichtlinie für weitere Informationen.
Ablehnen