Der Autor Daniel Schreiber diskutiert in einem Interview mit der Zeit, wie man extremen Kräften in der Gesellschaft begegnen kann: mit Liebe. In seinem neuen Buch 'Liebe! Ein Aufruf' beschreibt er eine persönliche Erkenntnis über den Verlust der Fähigkeit, die Welt zu lieben.
Daniel Schreiber, ein bekannter Autor, spricht in einem Gespräch mit der Zeit über sein neues Buch Liebe! Ein Aufruf. Darin thematisiert er Versöhnung in einer zunehmend gespaltenen Gesellschaft, insbesondere im Kontext von Rechtsextremismus. Er betont: "Das sind Menschen, keine Feinde."
Die zentrale Erkenntnis des Buches entstand bei einem Spaziergang in der Nähe von Kassel. Kurz vor dem Beginn eines dreitägigen Schreibworkshops mit einer kleinen Gruppe spürte Schreiber eine Last von sich abfallen. Er freute sich darauf, sich von der Welt der Nachrichten und Politik zurückzuziehen. "Was für einen Stress dieser Alltag bedeutet, wie sehr sich unsere Wahrnehmung von der Welt verfinstern kann, ist uns oft nicht ausreichend klar", erklärt er.
Schreiber merkt diesen Einfluss besonders bei Spaziergängen in der Natur. Der Alltagsstress durch Medien und Politik verdunkle die Sicht auf die Welt und lasse die Fähigkeit zur Liebe verkümmern. Sein Buch ruft daher zu mehr Empathie und Versöhnung auf, um Extremismus zu begegnen – nicht mit Feindschaft, sondern mit menschlicher Nähe.
Dieses Interview wirft ein Licht auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen in Deutschland, wo Spaltungen durch Extremismus zunehmen. Schreibers Ansatz betont die Kraft der Liebe als Gegenmittel.