Die FIFA wird am 16. Februar 2026 über Nigarias Beschwerde gegen die Demokratische Republik Kongo bezüglich angeblich nicht berechtigter Spieler in den afrikanischen Qualifikationen zur WM 2026 entscheiden. Der Nigeria Football Federation zufolge haben sechs kongolesische Spieler die Berechtigungsregeln durch unzulässige Nationalitätswechsel verletzt. Ein positives Urteil könnte Nigeria in die interkontinentalen Play-offs zurückführen.
Der Streit entstand, nachdem Nigarias Super Eagles im Elfmeterschießen gegen DR Kongo in den afrikanischen Play-offs für die FIFA WM 2026 in Marokko im November 2025 verloren. Am 15. Dezember 2025 reichte der Nigeria Football Federation (NFF) eine formelle Beschwerde bei der FIFA ein und warf sechs DR-Kongo-Spielern vor, nicht spielberechtigt zu sein, da ihre Nationalitätswechsel unzulässig und betrügerisch waren und gegen die Gesetze der DR Kongo zur doppelten Staatsbürgerschaft verstießen. Diese Spieler, im Ausland geboren oder aufgewachsen, sollen trotz Vertretung der zentralafrikanischen Nation die ausländische Staatsbürgerschaft behalten. NFF-Generalsekretär Dr. Mohammed Sanusi äußerte Zuversicht hinsichtlich der Beschwerde: „Wir haben einen guten Fall. Wir gehen nicht in Dinge hinein, die Zeitverschwendung wären. Wir glauben, wir haben einen starken Fall, und warten auf die Entscheidung der FIFA zu unseren Beschwerden.“ Er fügte hinzu: „Wir glauben, dass wir eine Chance haben; deswegen haben wir Beschwerde eingelegt. Wüssten wir, dass wir keine Chance haben, hätten wir es nicht getan.“ Nigerialische Beamte hielten sich an das Verfahren und legten dokumentarische und rechtliche Beweise vor. DR Kongo wies die Vorwürfe zurück, bezeichnete Nigeria als „schlechte Verlierer“ und warf ihnen Verzweiflung nach der Play-off-Niederlage vor. Der Fall erregt Aufmerksamkeit wegen der mutmaßlichen Beteiligung des Generalsekretärs der Confederation of African Football, Véron Mosengo-Omba, der Verbindungen zum FIFA-Präsidenten Gianni Infantino hat. Der ehemalige nigerianische Nationalspieler Peter Ijeh zeigte Skepsis bezüglich des Erfolgs des Protests und wies auf die Zeitknappheit hin, da die WM im Juni oder Juli 2026 naht. Er sagte: „Wir sind schon 2026... der Zeitfaktor spricht gegen jeden Protest.“ Analysten halten das Urteil für prägenden für die Klärung von Spielerberechtigungsstreitigkeiten nach FIFA-Regeln, die Kriterien wie Geburtsort, elterliche oder Großeltern-Abstammung, Aufenthalt nach 18 Jahren und Regelungen für Wechsel nach begrenztem Länderspiel-Einsatz vor 21 umfassen. Beide Nationen sind bereit, bei Unzufriedenheit vor das Sportgericht zu ziehen. Ein Sieg Nigarias würde ihnen den afrikanischen Platz in den interkontinentalen Play-offs in Mexiko Ende Februar 2026 sichern.