Münchens Oberbürgermeister Reiter verwendet N-Wort im Stadtrat

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat im Stadtrat das N-Wort verwendet, was zu Kritik führt. Er entschuldigte sich und erklärte es als Zitat aus einem Kabarettstück. Dies geschieht kurz vor der Kommunalwahl, in der er um eine dritte Amtszeit wirbt.

In einer Sitzung des Münchner Stadtrats am Mittwoch verwendete Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) das N-Wort, eine rassistische Bezeichnung für Schwarze. Beim Blättern in Unterlagen sagte er: „So, wo samma, sagen die ...“, wie die Aufzeichnung zeigt. Zuvor hatte der Podcast „Hallo München“ darüber berichtet.

Reiter entschuldigte sich in einer schriftlichen Erklärung: „Bei der Äußerung handelt es sich um ein Zitat aus einem Stück des Künstlers Fredl Fesl, das mir spontan über die Lippen kam bei der Frage, wo wir uns in der Tagesordnung befinden.“ Der Kabarettist Alfred Raimund „Fredl“ Fesl (1947-2024) war in Niederbayern aktiv. Reiter betonte: „Es lag mir in keiner Weise daran, Menschen zu verletzen oder abzuwerten. Wenn sich durch meine Worte jemand verletzt oder herabgesetzt gefühlt hat, bedaure ich das ausdrücklich und bitte dafür um Entschuldigung.“

Er wies auf den Stadtratsbeschluss von 2022 hin, der das N-Wort als rassistisch einstuft und ächtet: „Dieser Haltung schließe ich mich selbstverständlich an. Gerade als Oberbürgermeister habe ich eine besondere Verantwortung für einen respektvollen, sensiblen und diskriminierungsfreien Umgang miteinander.“

Die Äußerung ist nicht der einzige Kritikpunkt vor der Kommunalwahl am Sonntag. Reiter räumte ein, seit Ende 2021 für seine ehrenamtliche Tätigkeit im Verwaltungsbeirat des FC Bayern jährlich 20.000 Euro als Aufwandsentschädigung zu erhalten, zunächst unvergütet. „Dass dadurch eine Genehmigung des Stadtrats notwendig gewesen wäre, war mir nicht bewusst“, sagte er. Im Februar wurde er Nachfolger von Edmund Stoiber im Aufsichtsrat.

Oppositionsfraktionen wie Die Linke und Die Partei sehen eine Verletzung des Beamtenrechts, da der Stadtrat nicht konsultiert wurde. Reiter betonte: „Die Aufwandsentschädigung wurde zu keinem Zeitpunkt von mir verheimlicht und selbstverständlich immer ordnungsgemäß versteuert. Insofern ist der Stadt oder dem Steuerzahler keinerlei Schaden entstanden.“ Er ließ den Sachverhalt prüfen und versprach, den Stadtrat zu informieren. Umfragen zeigen Reiter vor Grünen und CSU.

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