Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies hat sich für die Förderung von Erdgas in der Nordsee ausgesprochen. Hohe Gaspreise machen die Vorkommen interessant, um die Versorgungssicherheit zu stärken. Der Nutzen sei jedoch begrenzt.
Weltweit sind die Gaspreise rasant gestiegen. In Deutschland richtet sich der Blick wieder auf die Vorkommen in der Nordsee. Olaf Lies (SPD) sagte dem Handelsblatt: „Wir brauchen weiter Gas, und wir müssen dringend dafür sorgen, dass es verlässlich verfügbar ist. Die Förderung in der Nordsee stellt dabei einen Baustein dar.“
Niedersachsen spielt eine entscheidende Rolle bei der Erdgasförderung. Dort befinden sich der größte Teil der deutschen Erdgasvorräte. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie ist zuständig für Genehmigungen und Aufsicht im deutschen Teil der Nordsee.
„Wir brauchen eine diversifizierte Energieversorgung – aus heimischer Förderung, aus LNG-Terminals und aus verlässlichen Partnerländern wie Norwegen und den Niederlanden“, betonte Lies. „Nur so können wir mit Gas als Brücke Versorgungssicherheit und Preisstabilität auf dem Weg hin zu einer klimafreundlichen Energieversorgung gewährleisten.“
Die Debatte gewinnt durch Risiken auf den Gasmärkten an Gewicht. Nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran und der Blockade der Straße von Hormus sind Preise für Gas und Öl gestiegen. Gas aus der Nordsee könnte die Versorgung absichern, die Potenziale sind relevant, aber nicht riesig. Firmen stehen bereit.