Audi-Formel-1-Chef Mattia Binotto hat die FIA dazu aufgerufen, das ADUO-System für Power-Unit-Upgrades zu überdenken. Dieser Vorstoß erfolgt, nachdem Mercedes die Genehmigung für eine zusätzliche Motorenentwicklung erhalten hat, während Red Bull Ford Powertrains davon ausgeschlossen bleibt.
Binotto erklärte, das aktuelle System messe lediglich die V6-Leistung auf der Strecke und könnte es leistungsstärkeren Teams ermöglichen, ihre Motoren künstlich zu drosseln. Er merkte an, dass Mercedes trotz des allgemeinen Fahrzeugvorteils profitiert habe, während die Einheit von Red Bull den Maßstab gesetzt habe und sich nun nicht weiter verbessern dürfe.
Das ADUO-System vergibt Upgrade-Token auf Basis einer gleitenden Skala für jeweils 2 Prozent Rückstand eines Herstellers bei der V6-Leistung. Qualifizierte Teams können daraufhin auch Hybridkomponenten weiterentwickeln, was laut Binotto vom ursprünglichen Ziel abweicht, den tatsächlich unterlegenen Teams zu helfen.
Audi trat teilweise auch deshalb in die Formel 1 ein, um von diesem Sicherheitsnetz zu profitieren, doch nun scheint Honda am meisten Nachholbedarf bei der Entwicklung zu haben. Binotto betonte, er stelle die FIA-Daten nicht infrage, glaube aber, dass die Regeln angepasst werden müssten, um Fairness zu gewährleisten.
Red Bull hat die Ergebnisse der FIA ohne Erfolg angefochten. Die Situation hat bei Konkurrenten den Verdacht geweckt, dass einige Hersteller ihre V6-Leistung strategisch steuern könnten.