Der Calcutta High Court hat die Zentralregierung angewiesen, ein Programm zur Festanstellung von 7.520 Daily Rated Mazdoors (DRMs) auf den Andamanen und Nikobaren zu genehmigen. Das Gericht erklärte, die Regierung könne keine Doppelmoral verfolgen. Dies ist das Ergebnis eines 38-jährigen Rechtsstreits.
Eine aus den Richtern Sabyasachi Bhattacharyya und Smita Das De bestehende Kammer des Calcutta High Court erließ die Anordnung am 28. April. Sie folgte auf eine Klage der indischen Union gegen eine Entscheidung eines Einzelrichters vom Februar, die das Department of Personnel and Training (DoPT) dazu verpflichtete, das „Andaman and Nicobar Casual Labourers/Daily Rated Mazdoors (Engagement and Regularisation) Scheme 2023“ zu genehmigen.
Das Gericht erklärte: „Die für die Unionsregierung geltenden Maßstäbe müssen an einem deutlich höheren Standard gemessen werden als die gewöhnlicher Bürger. Der Staat darf keine Doppelmoral verfolgen, indem er einerseits die Einhaltung... durch die Auszahlung von... 300 Crore Rupien... erleichtert, während er andererseits die Einhaltung des restlichen Urteils mit der Begründung einer ‚politischen Entscheidung‘ verweigert.“
Der Rechtsstreit nahm seinen Anfang mit einem Büromemorandum aus dem Jahr 1988 zur Vergütung und Festanstellung von Gelegenheitsarbeitern. Eine Anordnung eines Spruchkörpers aus dem Jahr 2022 wies die Verwaltung der Andamanen und Nikobaren an, ein Festanstellungsprogramm auszuarbeiten, das im August 2023 infolge der „Drohung mit einem Missachtungsverfahren“ vor dem Supreme Court notifiziert wurde.
Der für die Union auftretende Additional Solicitor General S D Sanjay argumentierte, das Programm verstoße gegen die vom Supreme Court im Fall „Secretary, State of Karnataka vs. Umadevi“ aufgestellten Grundsätze, da es 7.520 DRMs pauschal fest anstelle, ohne die genehmigten Stellen zu prüfen. Das Gericht wies dies zurück und hielt fest, dass Gerichtsbeschlüsse den Staat gleichermaßen binden und sich die Rechtsprechung mit der Zeit weiterentwickelt.