Die Stornierung eines nicht offengelegten Sci-Fi-Projekts bei ZeniMax Online Studios führte zum Rücktritt seines Präsidenten Matt Firor. Firor, der The Elder Scrolls Online leitete, beschrieb das Spiel als jenes, auf das er sein gesamtes Berufsleben gewartet hatte. Entwickler des Projekts haben seither ein neues Studio gegründet.
In einem kürzlichen LinkedIn-Beitrag, der auf Bluesky geteilt wurde, enthüllte Matt Firor, ehemaliger Präsident von ZeniMax Online Studios, dass die Stornierung von Project Blackbird direkt zu seinem Ausscheiden aus dem Unternehmen geführt hat. „Project Blackbird war das Spiel, auf das ich mein gesamtes Berufsleben gewartet hatte, um es zu erschaffen, und die Stornierung führte zu meinem Rücktritt“, sagte Firor. Er ergänzte: „Die offensichtlichste Erklärung ist die richtige“, und unterstrich damit die Bedeutung des Projekts für ihn.
Project Blackbird, eine neue Sci-Fi-Intellectual Property unabhängig von The Elder Scrolls Online, wurde seit 2018 mit einer neuen Engine entwickelt. Obwohl noch in der Pre-Production, stand es kurz vor der Vollentwicklung, wobei Berichte darauf hindeuten, dass Microsoft-Gaming-CEO Phil Spencer und Leiter von Xbox Game Studios Matt Booty positive Eindrücke davon hatten. Die Stornierung erfolgte inmitten breiterer Turbulenzen in der Branche im vergangenen Sommer, einschließlich anderer hochkarätiger Projektabbrüche bei Xbox-Studios wie Everwild von Rare und Perfect Dark von The Initiative sowie umfangreicher Entlassungen.
Firor äußerte Mitgefühl für das betroffene Team und bemerkte: „Mein Herz und meine Gedanken gelten immer den betroffenen Teammitgliedern, mit vielen von denen ich über 20 Jahre zusammengearbeitet habe, und alle waren die engagierteste und unglaublich talentierteste Gruppe von Entwicklern in der Branche.“ Einige Entwickler von Blackbird haben Sackbird Studios gegründet, das als vollständig im Mitarbeiterbesitz und -finanziert beschrieben wird, und arbeiten nun an einem neuen Projekt. Firor ist nicht direkt beteiligt, gibt dem Team aber informelle Ratschläge.
Ausblickend hat Firor seine nächsten Schritte noch nicht festgelegt und ernsthaft nicht darüber nachgedacht, ein neues Studio zu gründen. Er erwähnte jedoch Investitionen in kleine Teams, die er für maßgeblich für die Zukunft der Branche hält. Er brachte zudem Tribut an das Team von The Elder Scrolls Online und dessen Spieler und offenbarte, dass er sich nun zu letzteren zählt.