Hausärzte fordern Einsparungen bei Verwaltungskosten der Krankenkassen

Der Bundesvorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes, Markus Blumenthal-Beier, fordert die gesetzlichen Krankenkassen auf, bei ihren Verwaltungskosten zu sparen. Er schlägt vor, diese mittelfristig zu halbieren, statt die Versorgung der Patienten einzuschränken. CSU-Politiker Klaus Holetschek rät zu Kooperationen und Zusammenschlüssen.

In der Debatte um steigende Kosten in der gesetzlichen Krankenversicherung äußert sich Markus Blumenthal-Beier kritisch gegenüber den Krankenkassen. «Die Krankenkassen können ja mal ihre Mitglieder fragen, wofür sie ihre Beiträge lieber zahlen: Dafür, dass sie auch in Zukunft noch eine Hausarztpraxis finden oder dafür, 90 Kassen zu finanzieren», sagte er der Rheinischen Post. Er fordert: «Es wird Zeit, dass die Kassen endlich den Rotstift bei sich selbst ansetzen, statt immer nur bei der Versorgung ihrer Versicherten». Mittelfristig sollen die Verwaltungskosten halbiert werden. Derzeit gibt es 93 gesetzliche Krankenkassen in Deutschland, weniger als die 1.815 im Jahr 1970 oder 420 zur Jahrtausendwende. Klaus Holetschek, CSU-Fraktionsvorsitzender im Bayerischen Landtag, rät den Kassen, «von sich aus verstärkt Synergien zu suchen, Kooperationen auszubauen und Zusammenschlüsse einzuleiten – bevor der Gesetzgeber handeln muss». Im vergangenen Jahr erzielten die Kassen trotz Beitragserhöhungen einen Überschuss, doch Ausgaben stiegen stark. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) berichtet, dass seit 2024 die Ausgaben – getrieben durch Klinikbehandlungen, Arzneimittel und Praxisleistungen – schneller wachsen als die Einnahmen. Ein Experten-Gremium soll bis Ende März Stabilisierungs-Vorschläge vorlegen, bis Jahresende folgen Reformideen. Hintergrund ist eine erwartete Finanzlücke im zweistelligen Milliardenbereich für 2027.

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