Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sieht sich mit ihrem Vorhaben, die gesetzliche Vergütung für Solaranlagen auf Hausdächern abzuschaffen, wachsender Kritik ausgesetzt. Doch nicht alle Branchenvertreter lehnen den Schritt ab.
In Berlin hat Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) in den vergangenen Monaten deutliche Ablehnung von Teilen der Ökostrom-Branche erfahren. Ihr Plan sieht vor, die garantierte Einspeisevergütung für Photovoltaik-Anlagen auf Hausdächern zu streichen.
Philipp Schröder, Chef des Energieversorgers 1Komma5Grad, unterstützt das Vorhaben jedoch ausdrücklich. Er fordert sogar, die Vergütung für alle Anlagengrößen abzuschaffen. „Es ist richtig, künftig keine Einspeisevergütung mehr zu zahlen, nicht für kleine und auch nicht für große Photovoltaik-Anlagen“, sagte er dem Handelsblatt.
Schröder betonte, dass Neuanlagen mit intelligenten Stromzählern am freien Markt bestehen könnten. Smart Meter ermöglichen eine marktgerechte Abrechnung und Steuerung des erzeugten Stroms aus Dachanlagen.