Patrick Graichen reflektiert Erbe des Heizungsgesetzes

Der ehemalige Staatssekretär Patrick Graichen spricht in einem Interview über den Streit um das Gebäudeenergiegesetz und die Klimaschutzdebatte. Er verteidigt die Ampel-Politik und kritisiert die CDU sowie FDP. Graichen blickt optimistisch in die Zukunft der Energiewende.

Patrick Graichen war bis Frühjahr 2023 Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium unter Robert Habeck. Er wurde durch den Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes bekannt, das neu eingebaute Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betreiben sollte. Graichen galt als „Mister Wärmepumpe“ und zuvor als Direktor der Denkfabrik Agora Energiewende. Im Frühjahr 2023 trat er nach der Trauzeugenaffäre zurück: Er hatte in einer Kommission seinen Trauzeugen Michael Schäfer für die Leitung der Deutschen Energie-Agentur vorgeschlagen, ohne dies offenzulegen. Seit 2024 ist er Aufsichtsratsmitglied bei Ukrenergo, dem ukrainischen Stromnetzbetreiber. Im Interview in einem Café in Berlin-Prenzlauer Berg äußert sich Graichen zur CDU-Einigung auf ein neues Gebäudemodernisierungsgesetz: „Wer zwölf Monate nach der Wahl immer noch so besessen ist vom Vizekanzler der Vorgängerregierung, der ist eigentlich ein Fall für den Therapeuten.“ Er betont die Agenda der Unabhängigkeit von fossilen Energien und sozial gestaffelte Förderungen bis zu 80 Prozent. Graichen kritisiert Sabotage durch FDP und Gas-Lobby und nennt mangelnde Vorbereitung auf Kampagnen den zentralen Fehler. Er verweist auf Erfolge wie Solarboom, schnellere Genehmigungen und Wärmepumpen als meistverkaufte Heizung 2025. Trotz Rollbacks sieht er Trends zu Wärmepumpen und E-Autos als unaufhaltsam, ähnlich wie in Skandinavien.

Verwandte Artikel

German politicians finalizing heating law reform, symbolizing 50/50 landlord-tenant cost sharing for green fuels from 2029.
Bild generiert von KI

Koalition einigt sich auf Reform des Heizungsgesetzes

Von KI berichtet Bild generiert von KI

Die schwarz-rote Koalition hat sich auf eine Reform des Heizungsgesetzes verständigt. Vermieter sollen künftig die Hälfte der Kosten für Bio-Brennstoffe tragen. Der Einsatz solcher Brennstoffe wird ab 2029 für neue Heizungen verpflichtend.

Das Bundeskabinett hat den Entwurf für das Gebäudemodernisierungsgesetz beschlossen. Das neue Gesetz ersetzt das umstrittene Heizungsgesetz der früheren Ampel-Koalition und soll mehr Flexibilität bei der Heizungswahl ermöglichen.

Von KI berichtet

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sieht sich mit ihrem Vorhaben, die gesetzliche Vergütung für Solaranlagen auf Hausdächern abzuschaffen, wachsender Kritik ausgesetzt. Doch nicht alle Branchenvertreter lehnen den Schritt ab.

Die Grünen und die CDU haben sich knapp acht Wochen nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Cem Özdemir und Manuel Hagel teilten dies in Stuttgart mit. Der Vertrag soll nächste Woche vorgestellt werden.

Von KI berichtet

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner bezeichnete das Absacken der CDU in einer aktuellen Wahlumfrage als besorgniserregendes Signal. Die Linke führt mit 20 Prozent, gefolgt von Grünen und AfD.

Diese Website verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies für Analysen, um unsere Website zu verbessern. Lesen Sie unsere Datenschutzrichtlinie für weitere Informationen.
Ablehnen