Josh Sobel, ehemaliger leitender technischer Artist bei Wildlight Entertainment, hat Einblicke in die Herausforderungen geteilt, denen das Spiel Highguard nach seiner Enthüllung und Veröffentlichung gegenüberstand. Er schreibt viel vom Gegenwind falschen Annahmen und umfangreichem Review-Bombing zu. Das Studio erlebte Entlassungen inmitten anhaltender negativer Stimmung.
Highguard wurde den Spielern über einen Trailer bei The Game Awards 2025 vorgestellt, der Kämpfe mit Wardens und magischen Mounts zeigte. Das Spiel erschien im Januar und zog zunächst eine Welle von Spielern an, stieß aber bald auf Kritik an Elementen wie der Kartengröße und den Einschränkungen des 3v3-Formats. Wildlight Entertainment, ein unabhängiges selbstverlegtes Studio, reagierte mit Patches und Updates, darunter die dauerhafte Einführung des 5v5-Modus, der zunächst als zeitlich begrenzter Inhalt startete. Trotz dieser Bemühungen hielt die negative Stimmung an und führte Wochen nach dem Launch zu Entlassungen. In einem nun gelöschten Social-Media-Post beschrieb Josh Sobel den sofortigen Absturz des Projekts nach der Enthüllung. „Wir wurden von Minute eins zur Lachnummer gemacht“, sagte er. Sobel hob hervor, wie Spekulationen über eine „Millionen-Dollar-Werbeeinblendung“ von Journalisten und Content-Creators als Fakt akzeptiert wurden und eine Welle der Negativität auslösten. Diese Atmosphäre motivierte Creator, Engagement durch kritische Berichterstattung zu priorisieren und die Arbeit des Teams in den Schatten zu stellen. Vor der Enthüllung waren interne Feedbacks positiv, das Studio war um Royalties strukturiert, um finanzielle Belastungen zu mildern. Externe Reaktionen umfassten jedoch persönliche Belästigung; Sobel sperrte sein X-Profil nach dem Trailer, was weitere Spott auslöste. „Der Hass begann sofort“, bemerkte er. Beim Launch gab es über 14.000 Review-Bombs von Nutzern mit weniger als einer Stunde Spielzeit, viele ohne das Tutorial abzuschließen. Kommentarbereiche füllten sich mit Memes wie „Concord 2“ und Verweisen auf „Titanfall 3 ist dafür gestorben“. In einem Dexerto-Interview sagte Creative- und Design-Director Jason McCord, das Team habe eine solche Hasswelle nicht erwartet und geglaubt, Highguard biete etwas Einzigartiges in Ego-Shootern. Unterstützung kam von 1047 Games, Entwicklern von Splitgate: Arena Reloaded, die meinten: „Kein Spiel ist am Tag eins perfekt.“ Ein Kernteam bleibt bei Wildlight und arbeitet weiter an Highguard, dessen Zukunft jedoch ungewiss ist.