Red-Bull-Fahrer Isack Hadjar erklärte, dass Formel-1-Autos nun bei identischem Tempo überholen können, was dem Fokus der Saison 2026 auf das Energiemanagement zu verdanken ist. Er stellte fest, dass dies einen Wandel gegenüber dem Vorjahr markiere, als Angreifer noch einen deutlichen Geschwindigkeitsvorteil benötigten. In den ersten drei Grands Prix wurden 149 Überholmanöver verzeichnet, weit mehr als die 63, die bei denselben Rennen 2025 gezählt wurden.
Isack Hadjar von Red Bull Racing kommentierte vor dem Großen Preis von Japan, dass Überholen selbst zwischen Autos mit gleichem Tempo machbar geworden sei. Am Donnerstag sagte er: „Ich glaube, es ist das einzige Mal seit Langem, dass zwei Autos mit identischem Tempo einander überholen und kontern können.“ Hadjar kontrastierte dies mit der vorangegangenen Saison, in der Fahrer üblicherweise einen Vorsprung von sechs bis acht Zehntelsekunden, manchmal sogar mehr, benötigten, um vorbeizuziehen und einen Konter des Hintermanns zu verhindern. Er beschrieb diese Änderung als eine Verbesserung für den Rennsport, wenn auch etwas künstlich, und forderte durch Regelanpassungen sowie mehr Zeit für die technische Entwicklung das richtige Gleichgewicht. Insbesondere plädierte er für effizientere Batterien. Der Wandel geht auf die neuen Antriebsreglements der F1 zurück, die die elektrische Leistung erhöhen und das Energiemanagement in den Vordergrund stellen. Fahrer bremsen nun früher in die Kurven ein, was Überholmanöver begünstigt. Offizielle Daten belegen 149 Positionswechsel durch Überholmanöver in Melbourne, Shanghai und Suzuka im Jahr 2026 – exklusive der ersten Runde – im Vergleich zu nur 63 im Vorjahr. Am 9. April kamen die F1-Verantwortlichen zusammen, um potenzielle Regelanpassungen zu diskutieren, nachdem Bedenken hinsichtlich der Fähigkeit der Fahrer, im Qualifying voll zu pushen, sowie Sicherheitsfragen infolge von Oliver Bearmans schwerem Unfall in Suzuka aufgekommen waren.