Mehrheit der Deutschen befürwortet Zuckersteuer auf Getränke

Eine Umfrage zeigt, dass 60 Prozent der Deutschen eine Zuckersteuer auf zuckerhaltige Getränke unterstützen. Die CDU debattiert derzeit kontrovers über einen entsprechenden Antrag aus Schleswig-Holstein. Foodwatch fordert die Einführung der Steuer zum Schutz der Gesundheit.

Großbritannien erhebt seit 2018 eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke, und nun sprechen sich 60 Prozent der befragten Deutschen für eine ähnliche Abgabe in Deutschland aus. Das ergibt eine Forsa-Umfrage im Auftrag von Foodwatch, die exklusiv dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Das Meinungsforschungsinstitut befragte Anfang Februar 1003 Personen ab 18 Jahren. Die Steuer sollte gestaffelt sein: Je höher der Zuckergehalt, desto höher die Abgabe. 38 Prozent lehnten die Idee ab. Der Zuspruch war bei Frauen mit 66 Prozent höher als bei Männern mit 55 Prozent. Höherverdienende und Haushalte mit Kindern zeigten mehr Unterstützung als Niedrigverdiener und kinderlose Haushalte.

Fast drei Viertel der Befragten, genauer 73 Prozent, fordern, dass die Politik Maßnahmen ergreift, um den Zuckergehalt in Getränken wie Cola, Limonade oder Eistee zu reduzieren – 51 Prozent stimmten voll zu, 22 Prozent eher zu.

Die Debatte wurde kürzlich durch Schleswig-Holsteins Ministerpräsidenten Daniel Günther (CDU) angeheizt, der die Zuckersteuer als „politisch und ökonomisch längst geboten“ bezeichnet. Auf dem kommenden Parteitag der Union wird ein Antrag der CDU Schleswig-Holstein zu diesem Thema besprochen. Foodwatch betont die Gesundheitsrisiken: Laut WHO ist der Zuckerkonsum, einschließlich Softdrinks, ein Hauptfaktor für den globalen Anstieg von Übergewicht und Diabetes. „Die CDU muss sich zum Schutz unserer Kinder und unseres Gesundheitssystems hinter Günthers Vorschlag stellen“, sagte Luise Molling von Foodwatch.

Innerhalb der CDU ist der Vorschlag umstritten. Der Branchenverband BVE der Ernährungsindustrie argumentiert, es fehle an wissenschaftlichen Beweisen, dass eine Zuckersteuer zu besseren Gesundheitseffekten oder einer Reduzierung von Übergewicht bei Kindern führe.

Verwandte Artikel

Daniel Günther at Bundesrat podium pushing sugar tax on drinks, holding taxed soda, with sympathetic states and youth protection motif.
Bild generiert von KI

Günther will Zuckersteuer über Bundesrat durchsetzen

Von KI berichtet Bild generiert von KI

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther plant, eine Steuer auf gezuckerte Getränke trotz der Ablehnung auf dem CDU-Parteitag über den Bundesrat einzuführen. Er kritisiert die Debatte als wirtschaftliche Abwehrhaltung und betont den Jugendschutz. Andere Bundesländer zeigen Sympathien für den Vorschlag.

Die südafrikanische Zuckerindustrie unter der Führung von SA Canegrowers fordert die Regierung auf, die Gesundheitsförderabgabe abzuschaffen, und macht sie zusammen mit billigen Importen für massive Stellenverluste verantwortlich. Gesundheitsbefürworter verteidigen die Steuer jedoch als zentrale Maßnahme zur Eindämmung von Fettleibigkeit und Verhinderung von diabetesbedingten Todesfällen. Dieser Konflikt unterstreicht breitere Spannungen zwischen wirtschaftlichen Druck und öffentlichen Gesundheits prioritäten.

Von KI berichtet

Koalitionspolitiker in Deutschland fordern eine Erhöhung der Tabaksteuer um zwei Euro pro Packung, um den Konsum zu senken und Milliarden an Einnahmen zu generieren. Die Mehreinnahmen sollen genutzt werden, um die Mehrwertsteuer auf Arzneimittel zu senken. Im Vergleich zu Ländern wie Großbritannien und Australien ist Deutschland bisher nachsichtig mit der Zigarettenindustrie.

A Yomiuri Shimbun survey shows that 74% of Liberal Democratic Party candidates for the House of Representatives election support a limited reduction in the consumption tax rate, while 20% prefer maintaining the current rate, indicating caution within the party ahead of Sunday's vote.

Von KI berichtet

Das Finanzministerium stellt sich gegen den Vorschlag der Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, die Stromsteuer für Betriebe und Haushalte zu senken. Der Streit in der schwarz-roten Koalition um Entlastungen bei hohen Energiepreisen eskaliert, nachdem Reiche und Finanzminister Lars Klingbeil am Freitag aneinandergeraten sind. Kanzler Friedrich Merz äußert sich befremdet über Reiches Vorstoß.

Rekordpreise für Diesel an deutschen Tankstellen entfachen die Debatte über Entlastungen. Verbraucherschutzministerin Stefanie Hubig (SPD) unterstützt einen flexiblen Preisdeckel, wie ihn Vizekanzler Lars Klingbeil vorschlägt. Gleichzeitig fordern Grüne und Ökonomen ein Tempolimit zum Spritsparen.

Von KI berichtet

Wenige Tage vor dem geplanten Kabinettbeschluss am 29. April deuten sich Anpassungen an der Gesundheitsreform an. Gesundheitsministerin Nina Warken und Finanzminister Lars Klingbeil zeigen sich offen für Änderungen bei zentralen Punkten. Verbände und Opposition kritisieren die Pläne.

 

 

 

Diese Website verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies für Analysen, um unsere Website zu verbessern. Lesen Sie unsere Datenschutzrichtlinie für weitere Informationen.
Ablehnen