Verbraucherzentrale fordert Ernährungsbildung in Schul-Lehrplänen

Die Verbraucherzentrale Bundesverband hat vor dem Hintergrund steigender Lebensmittelpreise eine Stärkung der Ernährungskompetenz bei Kindern und Jugendlichen gefordert. vzbv-Chefin Ramona Pop plädiert für mehr Verbraucherbildung in den Schulen und Aufklärung über Lebensmittelverschwendung. Sie schlägt zudem eine Preisbeobachtungsstelle nach französischem Vorbild vor.

Die Chefin des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Ramona Pop, äußerte sich dem RedaktionsNetzwerk Deutschland zufolge: "Es könnte in der Tat beim Verstehen dieser ganzen Materie helfen, wenn Ernährung als Teil der Verbraucherbildung in den Schulen stärker thematisiert würde." Ähnliche Forderungen kamen kürzlich von der Bundeszentrale für Ernährung.

Pop betonte, dass Verbraucherbildung strukturell noch nicht in allen Bundesländern in die Lehrpläne aufgenommen wurde. Die vzbv bietet Unterstützung an, fordert aber mehr Wissen über Lebensmittelverschwendung, etwa dass Produkte nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums nicht sofort verdorben sind.

Zusätzlich schlug Pop eine unabhängige Preisbeobachtungsstelle für Lebensmittel vor, wie sie in Frankreich existiert. Diese solle Märkte prüfen und Kosten sowie Preise transparent machen. Derzeit sei die Preisentwicklung in Deutschland eine Blackbox.

Laut Statistisches Bundesamt stiegen die Verbraucherpreise 2024 bis 2025 um 2,2 Prozent. Bei Speisen und Getränken in der Gastronomie war der Anstieg höher, besonders bei Schokolade: Im Dezember 2025 kostete eine Tafel 69 Prozent mehr als 2020, Riegel 72 Prozent mehr.

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