Arbeit am 1. Mai: Regeln und Streitigkeiten für Bäckereien und Floristen

In Frankreich bleibt der 1. Mai theoretisch ein gesetzlicher Feiertag, an dem nicht gearbeitet wird, doch um die Öffnung bestimmter Geschäfte gibt es Debatten. Die Regierung kündigte Anweisungen an, die es unabhängigen Bäckereien und Blumenläden erlauben, freiwilliges Personal zu beschäftigen. Juristische Schritte vor dem Staatsrat fechten diese Maßnahme an.

Das französische Arbeitsgesetzbuch legt fest, dass der 1. Mai ein vollständiger gesetzlicher Feiertag ist, an dem nicht gearbeitet wird, mit Ausnahme von Einrichtungen, die ihren Betrieb nicht unterbrechen können, wie Krankenhäuser oder Fabriken mit kontinuierlicher Produktion. Beschäftigte, die an diesem Tag arbeiten, erhalten eine doppelte Bezahlung, die vom Arbeitgeber getragen wird.

Eine historische Ausnahmeregelung für Bäckereien, die an die Sonntagsruhe gekoppelt war, wurde 2006 vom Kassationsgericht aufgehoben. Arbeitgeber müssen nun nachweisen, dass eine Unterbrechung des Betriebs unmöglich ist. Cafés und Restaurants profitieren von einer 2016 bekräftigten Verwaltungspraxis, die zur sozialen Kontinuität beiträgt, wobei das Personal auf freiwilliger Basis arbeitet und doppelt bezahlt wird.

Für das Jahr 2026 versprach Sébastien Lecornu Anweisungen an die staatlichen Dienste, damit unabhängige Bäcker und Floristen freiwilliges Personal beschäftigen können. Arbeitsminister Jean-Pierre Farandou bestätigte, dass es keine formellen Anweisungen an die Inspektoren gebe und man sich auf die „kollektive Intelligenz“ verlasse. Ein Kommuniqué vom 17. April wurde am Dienstag zurückgezogen, um den Standpunkt zu klären.

Anrufungen des Staatsrates durch die Gewerkschaft Sud, die CGT und Abgeordnete der Grünen greifen eine angebliche „Verwaltungstoleranz“ an. Die Anhörung fand am Mittwoch statt, ein Urteil wird noch vor Freitag erwartet. Für 2027 wird ein dem Ministerrat vorgelegter Gesetzentwurf diese Sektoren durch Branchenvereinbarungen mit doppelter Bezahlung autorisieren.

Verwandte Artikel

French government officials and union leaders in dialogue at Matignon over May 1st work bill concession.
Bild generiert von KI

Government backs down on expanding May 1st work

Von KI berichtet Bild generiert von KI

Facing union pressure, the French government has decided not to convene the joint parliamentary committee on a bill allowing work on May 1st in proximity shops. Prime Minister Sébastien Lecornu announces proposals for these sectors and meetings at Matignon this week. Labor Minister Jean-Pierre Farandou met with unions and calls for in-depth social dialogue.

Despite legal prohibition, independent bakers and florists will be able to employ staff on Friday, May 1st. The government's decision, relying on instructions to labour inspectors, is causing confusion among shop owners. Paul Boivin noted that « légalement, rien n’a changé ».

Von KI berichtet

The Senate on Tuesday adopted a bill authorizing voluntary work by employees of artisanal bakeries and florists on May 1.

On Labor Day, Lula government ministers called for societal mobilization to pressure Congress to vote on ending the 6x1 schedule. Rallies in São Paulo and Rio gathered workers, unions, and politicians advocating for a 40-hour weekly cap. Chamber president Hugo Motta sped up proceedings by scheduling extra sessions.

Von KI berichtet

In response to sexual assault cases in after-school care, Paris mayor Emmanuel Grégoire announced a 20 million euro action plan. The plan features a citizens' convention on child protection and school times. Work starts on May 18 with results expected mid-June.

Diese Website verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies für Analysen, um unsere Website zu verbessern. Lesen Sie unsere Datenschutzrichtlinie für weitere Informationen.
Ablehnen