Ferraris Formel-1-Wagen für 2026 hat den Paddock bei den Vorbahntests in Bahrain positiv überrascht, mit starken Leistungen bei Starts und im Gesamttempo. Teamchef Fred Vasseur hob die geringeren Bedenken hinsichtlich der neuen Regeln hervor, während Fahrer Lewis Hamilton Entschlossenheit für seine 20. Saison bekundete. Die Innovationen und das Handling des Teams wecken Hoffnungen für den bevorstehenden Großen Preis von Australien.
Ferrari startet mit neuer Zuversicht in die Formel-1-Saison 2026 nach beeindruckenden Vorbahntests in Bahrain. Der SF-26 der Scuderia zeigte konkurrenzfähiges Tempo, wobei Charles Leclerc auf dem C4-Reifen eine Zeit von 1:31.992 erzielte, etwa 2,5 Sekunden hinter dem Vorjahresbenchmark. Diese Leistung hat anfängliche Zweifel an den neuen Regeln zerstreut, die aktive Aerodynamik und eine 50:50-Leistungsaufteilung zwischen elektrischer und Verbrennungsenergie einführen. Teamchef Fred Vasseur nahm die positive Aufnahme zur Kenntnis und sagte zu Motorsport Italy: „Es liegt in der DNA der F1, über alles zu klagen, aber ich glaube, dass im Allgemeinen alle positiv überrascht waren.“ Er betonte, dass die Autos nur zwei oder drei Sekunden langsamer als die 2025er-Zeiten sind und führte den Abstand teilweise auf kühlere Testbedingungen zurück. Vasseur lobte auch Ferraris innovative Designs, darunter einen Heckflügel, der sich um 180 Grad dreht, um den Luftwiderstand zu verringern, und eine neue FTM-Aero-Lösung mit einer Finne vor dem Auspuff für bessere Energierückgewinnung. Das Team pflegte engen Dialog mit der FIA, um die Konformität zu gewährleisten. Ein herausragendes Merkmal waren Ferraris starke Starts, angetrieben von einem kleineren Turbolader, der Verzögerungen minimiert. Bei Übungsstarts schoss Lewis Hamilton von Platz fünf auf eins und überholte vier Autos, während Leclerc und die Ferrari-angetriebenen Haas-Piloten Esteban Ocon und Ollie Bearman ebenfalls überzeugten. Dieser Vorteil resultiert aus den 2026-Regeln, bei denen die elektrische Leistung erst nach 31 mph aktiviert wird und zunächst auf den Verbrennungsmotor gesetzt wird. Rivalen wie Mercedes-Fahrer George Russell gaben die Herausforderung zu und beschrieben seine Starts als schlechter denn je. Hamilton, in seinem zweiten Jahr bei Ferrari nach einem sieglosen 2025, teilte auf Instagram seine Einstellung: „Zwanzig Saisons als F1-Fahrer … immer noch da, immer noch hungrig, immer noch fokussiert auf den Traum. Kein Halten zurück.“ Experten wie Martin Brundle von Sky Sports F1 erwarten, dass Ferrari eine starke Kraft wird, und verweisen auf die Winterinnovationen des Teams sowie Hamiltons Zufriedenheit mit dem Wagen. Vasseur sprach die intensive Beobachtung bei Ferrari an, merkte an, dass Medienrumors junge Ingenieure verunsichern können, pflegt jedoch eine starke Beziehung zum Vorsitzenden John Elkann und CEO Benedetto Vigna für schnelle Entscheidungen. Mit dem Saisonstart am 8. März in Australien will Ferrari diese frühen Stärken nutzen.