Mercedes-Teamchef Toto Wolff erklärte, dass die schwachen Starts des Teams „nicht akzeptabel“ seien, wenn man die Formel-1-Weltmeisterschaften 2026 gewinnen wolle. Trotz vier Siegen aus vier Rennen, darunter Miami, gab Wolff dem Team die Schuld dafür, dass Fahrer Kimi Antonelli bei den Starts Positionen verlor. Er betonte die Notwendigkeit, dieses Problem zu beheben, während die Konkurrenz näher rückt.
Mercedes hat nach vier Formel-1-Grand-Prix im Jahr 2026 die volle Punktzahl mit vier Siegen erreicht, doch der Wettbewerb ist beim Großen Preis von Miami deutlich näher zusammengerückt. WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli verlor in den ersten Runden der ersten drei Rennen 18 Plätze, dazu sechs im Sprint von Miami und zwei weitere im Hauptrennen. Wolff nahm Antonelli von der Schuld aus und sagte gegenüber Autosport: „Das liegt überhaupt nicht an ihm. Ich denke, heute und gestern war es ein Fehler des Teams. Und wir alle wissen, dass es einfach nicht gut genug ist.“ Er fügte gegenüber Sky Sports Deutschland hinzu, dass die Starts für Titelanwärter „nicht akzeptabel“ seien und „wir müssen das in den Griff bekommen – wir beobachten das schon viel zu lange.“Während McLaren, Ferrari und Red Bull Upgrades nach Florida brachten, plant Mercedes sein erstes großes Paket für den kommenden Großen Preis von Kanada in Montreal, das Antonelli und George Russell zusätzlichen Schwung verleihen soll. Wolff räumte ein, dass die frühen Vorteile die Startprobleme kaschiert hätten, warnte aber: „Wir müssen einfach noch tiefer graben... denn ich stimme dir zu, dass die Abstände nicht groß genug sind, um sich einfach treiben zu lassen. Deshalb darf man keine Starts verpatzen.“Das neue System der FIA zur „Erkennung von Starts mit geringer Leistung“, das in Miami und Montreal getestet wurde, wird Teams wie Mercedes nicht helfen. FIA-Einsitzer-Direktor Nikolas Tombazis stellte gegenüber Medien, darunter Autosport, klar: „Dies würde einen katastrophalen Start in einen schlechten verwandeln. Es würde keinen schlechten in einen guten verwandeln.“ Die Maßnahme zielt darauf ab, Sicherheitsrisiken zu vermeiden und nicht Leistungsprobleme zu beheben, sodass Mercedes seine Startprobleme intern lösen muss, während Ferrari einen Turbovorteil genießt.