Williams peilt eine Sekunde Zeitgewinn pro Runde durch Gewichtsreduktion am FW48 an

Das Formel-1-Team von Williams will seinen übergewichtigen FW48 um 28 Kilogramm erleichtern und damit bis zum Großen Preis von Italien eine Leistungssteigerung von einer Sekunde pro Runde erreichen. Teamchef James Vowles erläuterte die technischen Schritte, um dieses Ziel trotz der Einschränkungen durch die Budgetobergrenze umzusetzen. Erste Reduzierungen könnten bereits am kommenden Wochenende beim Großen Preis von Miami sichtbar werden.

Nach dem fünften Platz in der Konstrukteurs-WM 2025 hat Williams zu Beginn der Saison 2026 trotz des stärksten Mercedes-Antriebs im Feld nur zwei Punkte erzielt. Das Chassis des FW48, das unter der Leitung von Technikdirektor Pat Fry und Engineering-Direktor Matt Harman entwickelt wurde, bestand vier Crashtests nicht und erhielt die FIA-Homologation erst spät, wodurch das Team Ende Januar einen Shakedown in Barcelona verpasste. Dies führte dazu, dass das Auto von Beginn an 28 Kilogramm über dem Gewichtslimit lag. „Es ist nicht kompliziert, das Gewicht zu senken“, sagte Vowles in Australien. „Ich habe heute bereits alle technischen Schritte vorliegen, um nicht nur das Gewicht zu senken, sondern das Auto sogar deutlich unter das Mindestgewicht zu bringen.“ Das Team hat die fünf-wöchige Pause, die durch den Krieg im Iran erzwungen wurde, genutzt, um einen Plan zur Gewichtsreduzierung zu erarbeiten. Vowles merkte an, dass die Anpassungen ohne die Budgetobergrenze innerhalb weniger Wochen hätten erfolgen können, nun aber mit den Lebenszyklen der Komponenten abgestimmt werden müssen. Eine erste Massenreduzierung ist für Miami geplant, gefolgt von einem neuen Chassis im Sommer nach erneuten Crashtests. Die Fertigstellung bis zum Großen Preis von Italien würde es dem FW48 ermöglichen, das Gewichtslimit zu unterschreiten, was den Einsatz von Ballast für eine bessere Balance und einen geringeren Reifenverschleiß ermöglicht – das entspricht einer Sekunde pro Runde. Vowles lobte Fahrer Carlos Sainz für seine klare Kommunikation und Alex Albon für seine Anpassungsfähigkeit an wechselnde Bedingungen während des Wachstums des Teams.

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