Die FIA hat Ferraris innovatives Heckflügeldesign genehmigt, das während der Vorsaisonstests in Bahrain erprobt wurde. Teamchef Fred Vasseur äußerte Zufriedenheit mit der Laufleistung und Datensammlung des Teams und betonte die Bedeutung der laufenden Weiterentwicklung. Ferrari zeigte zudem starke Rennduelle dank eines kleineren Turboladers in ihrer Kraftanlage.
Ferrari testete während der Vorsaisonssessions in Bahrain für die Formel-1-Saison 2026 ein radikales Heckflügeldesign. Das Design, das erstmals von Lewis Hamilton am Donnerstag eingesetzt wurde, verfügt über einen Slot-Gap, der sich um 270 Grad dreht und nach oben klappt, um Luftstrom zu erzeugen, der den Luftwiderstand verringert und die Höchstgeschwindigkeit erhöht. Am Mittwoch nutzte das Team eine standardmäßige DRS-ähnliche Öffnung. Hamilton absolvierte fünf Runden mit der neuen Variante, bevor technische Probleme auftraten. Teamchef Fred Vasseur deutete an, dass der Flügel in Großen Preisen zum Einsatz kommen könnte. FIA-Einheitsfahrzeug-Technikdirektor Nikolas Tombazis bestätigte die Legalität des Designs und sagte: „Wir haben im Allgemeinen Lösungen gefördert, die den Luftwiderstand reduzieren.“ Er merkte an, dass die DRS-Vorschriften des Vorjahres, die Slot-Gap-Öffnungen einschränkten, nicht beibehalten wurden, um den Teams mehr Freiheit zu geben, und fügte hinzu: „Die Ferrari-Lösung halten wir für in Ordnung.“ Vasseur blickte positiv auf die Tests zurück und sagte, das Team habe sein Ziel erreicht, erhebliche Laufleistung zu sammeln und von Session zu Session zu verbessern. Charles Leclerc erzielte die schnellste Zeit des Dreitagesevents mit 1:31.992 min und absolvierte am Freitag 132 Runden. Vasseur betonte den Fokus auf die eigene Leistung, da Vergleiche durch unbekannte Faktoren wie Treibstoffladungen, Motormodi und Reifentypen kompliziert seien. Er unterstrich, dass schnelle Weiterentwicklung entscheidend sei, um Schwung zu halten, wichtiger als das Ergebnis des Auftakt-Grands-Prix in Australien vom 6. bis 8. März. Zusätzlich zeigten ferrari-angetriebene Autos, einschließlich SF-26 und Haas VF-26, überlegene Starts in den Praxis-Sessions. Dies resultiert aus einem kleineren Turbolader, der unter neuen Vorschriften ohne MGU-H entwickelt wurde und schneller anlaufen kann, ohne Vorbeladung. Die Änderung adressiert Sicherheitsbedenken bei manueller Turboladersteuerung, die bis zu 10 Sekunden dauern und Stillstände riskieren kann.