Ferrari hat während der Formel-1-Vorsaisonstests 2026 in Bahrain einen neuartigen rotierenden Heckschwinge vorgestellt, was Vergleiche zu früher verbotenen Innovationen hervorruft. Der Mechanismus dreht sich um 180 Grad, um den Luftwiderstand auf Geraden zu verringern, und nutzt neue Regeln aus. Der ehemalige Fahrer David Coulthard verglich es mit dem dritten Bremspedal von McLaren aus den späten 1990er Jahren.
Ferraris SF-26 verfügte während des zweiten Tages der Vorsaisonstests auf der Bahrain International Circuit Anfang 2026 über eine rotierende Heckschwinge. Das obere Element der Schwinge rotiert vollständig um 180 Grad in eine umgekehrte Position, erzeugt Auftrieb und minimiert den Luftwiderstand, um Geradengeschwindigkeiten über 220 mph zu erreichen, so der F1-Technikanalyst Sam Collins. Dieses Design kehrt in Kurven zu seiner Standardausrichtung zurück, um Stabilität zu wahren. Collins merkte an, dass Ferrari das erste Team ist, das einen solchen Mechanismus einsetzt und die 2026er-Regeln für aktive Aerodynamik nutzt, die keine aufrechte Montage der Schwinge im Einsatzmodus vorschreiben. Die Innovation ersetzt das traditionelle DRS-System durch einen Straight Line Mode und hat im Paddock Interesse geweckt. Ein Video auf dem offiziellen F1-YouTube-Kanal zeigte Lewis Hamilton am Steuer des Wagens und hob die Funktion der Schwinge hervor. Historisch testete ein Formel-3000-Team einen umgedrehten Heckschwinge in Monza, das später verboten wurde; Ferraris Ansatz belebt das Konzept unter den neuen Regeln wieder. Im Up to Speed Podcast verglich der ehemalige McLaren- und Red-Bull-Fahrer David Coulthard die Funktion mit dem „dritten Bremspedal“ des Teams aus 1997 und 1998. Dieses System ermöglichte die selektive Bremsung des inneren Hinterrads über einen Schalter am Lenkrad, das einem Panzer-Drehmechanismus ähnelte, um den Lenkwinkel zu verringern und Abtrieb zu erhalten. Coulthard erklärte: „Es erinnert mich an ... dieses kleine geheime Machtelixier.“ Entwickelt, um seiner Vorliebe für weniger Übersteuern zu entsprechen, bot es fast eine halbe Sekunde pro Runde Vorteil, bis es Anfang 1998 nach einem Cockpit-Foto von Darren Heath verboten wurde. Während Ferraris Schwinge bei den Tests beeindruckt hat, bleibt ihre Nutzung in der Grand-Prix-Saison ungewiss, inmitten der Prüfung aktiver Systeme anderer Teams.