Mercedes und Ferrari testen innovative Diffusoröffnungen in 2026er F1-Wagen

Mercedes und Ferrari haben bei jüngsten Shakedowns faszinierende Öffnungen in den Diffusoren ihrer 2026er Formel-1-Wagen eingeführt, um den Abtrieb unter den neuen Regeln zu steigern. Diese Designs leiten Luftstrom aus Unterflur-Seitenkästen um, um die Leistung bei einfacheren Bodenkonstruktionen zu verbessern. Experten sehen darin eine interessante Weiterentwicklung der Aerodynamik.

Die Formel-1-Saison 2026 bringt radikale Änderungen bei Chassis- und Motorenregeln, die die Teams dazu zwingen, die Aerodynamik neu zu denken. Bei der Shakedown des Mercedes W17 letztes Wochenende entdeckten Beobachter eine große Öffnung im Diffusor, die an frühere „Mauslöcher“ erinnert, aber größer ist. Einen Tag später zeigte Ferrari eine ähnliche Lösung bei seinem SF-26 auf der Fiorano-Strecke. Unter den neuen Regeln erzeugen flachere Böden weniger Abtrieb als in der Ground-Effect-Ära von 2022 bis 2025, als Venturi-Tunnel und versiegelte Diffusoren entscheidend waren. Nun müssen Teams externe Luftquellen nutzen, um die Luft zum Diffusor-Rampen zu beschleunigen, um Ablösungen zu verhindern und mehr Abtrieb zu erzeugen – ähnlich wie bei einem steilen Tragflächenprofil. Die Öffnungen arbeiten mit Unterflur-Seitenkästen zusammen und leiten Luft unter und über die Bodeneinfassungen direkt in den Diffusor. Dieser Wechsel kompensiert die reduzierte Bodeneffizienz, bedingt durch „Inwash“-Elemente – weiterentwickelte ehemalige Bargeboards –, die den Luftstrom nach innen lenken, um schmutzige Luft für nachfolgende Autos zu minimieren. Solche Elemente stören zwangsläufig Boden- und Diffusorleistung, einschließlich „Tyresquirt“ von Hinterrädern. Die Lösungen von Mercedes und Ferrari könnten diese Probleme konterkarieren, indem sie den Luftstrom hinten verstärken. Alpine-Technikdirektor David Sanchez äußerte sich zum Mercedes-Design beim Launch seines Teams: „Es ist etwas ungewöhnlich, eine interessante Interpretation, aber keine totale Überraschung.“ Er betonte die laufende Entwicklung: „Die Interaktion zwischen Karosserie, Diffusor und hinterem Eckbereich wird noch viel Arbeit erfordern.“ Vorsicht ist bei Launch-Designs geboten, da Teams wie Red Bull Konzepte historisch verändern, um Konkurrenten zu täuschen. Mit laufenden Shakedowns in Barcelona und bevorstehenden Enthüllungen bleibt die Diffusoroptimierung ein zentraler Punkt für die Wettbewerbsfähigkeit 2026.

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