Oscar Piastri erzielte im zweiten freien Training zum Großen Preis von Japan in Suzuka die Bestzeit, doch Mercedes zeigte ein überlegenes Tempo bei den Longruns. Die Session verdeutlichte, wie die neuen Hybrid-Regularien für 2026 das Fahrverhalten durch die Esses-Passage der Strecke verändern. Teams wie McLaren räumten ein, dass sie hinter den Spitzenreitern zurückliegen.
Oscar Piastri von McLaren fuhr am Freitag im zweiten freien Training in Suzuka die schnellste Runde in 1:30,133 Minuten und setzte sich damit knapp vor die Mercedes-Piloten Kimi Antonelli und George Russell. Longrun-Simulationen mit schwerer Spritlast zeigten jedoch Mercedes als klaren Spitzenreiter, wobei Antonelli im Schnitt zweieinhalb Zehntelsekunden pro Runde schneller war als Russell. Ferrari folgte als zweitschnellstes Team, wobei Charles Leclerc 0,66 Sekunden Rückstand auf das Tempo von Mercedes hatte, während Lewis Hamilton mit 1,3 Sekunden Rückstand und hohem Reifenverschleiß zu kämpfen hatte. Lando Norris von McLaren belegte den vierten Platz, verlor aber aufgrund eines Hydraulikproblems an Fahrzeit und konnte nach frühen Boxenstopps nur eine begrenzte Anzahl an Runden absolvieren. Norris sagte: 'Ich glaube, es war die Hydraulik. Am Anfang konnte ich nicht mehr als eine Runde fahren, später schien es etwas besser zu werden, aber mir fehlte einfach eine Menge Fahrzeit.' McLarens Renndirektor Randy Singh merkte an: 'Ich denke, die Hackordnung sieht im Großen und Ganzen ziemlich gleich aus', und erwartet, dass Mercedes und Ferrari dominieren werden. Jenson Button mahnte bei Sky Sports F1 zur Vorsicht: 'Wir wissen nicht, was Mercedes zurückhält, oder?' Die neuen Hybrid-Antriebseinheiten haben die Herangehensweise an die Esses in Suzuka verändert, wo die Fahrer kaum noch bremsen müssen, da die MGU-K die Verzögerung zur Energierückgewinnung übernimmt. Die FIA hat die maximale rückgewinnbare Energie für das Qualifying auf 8 MJ reduziert. Carlos Sainz kommentierte: 'Es ist keine Katastrophe, aber es ist nicht wie früher. Die Formel 1 sollte nicht so sein.' Ferrari verzichtete darauf, den schwenkbaren 'Macarena'-Heckflügel einzusetzen, und setzte stattdessen die Werkstests im Hinblick auf einen möglichen Einsatz in Miami fort, wobei der Fokus auf Verbesserungen beim Batterieladen lag. Red Bull lag mit Max Verstappen 1,49 Sekunden hinter der Spitze zurück und hatte trotz Stärken auf der Geraden in den Kurven zu kämpfen.