Red Bull Racing hat nach dem Crash von Isack Hadjar am Dienstag entschieden, am dritten Tag der Vorsaisonstests in Barcelona nicht zu fahren. Der Vorfall ereignete sich bei nassen Bedingungen auf dem Circuit de Catalunya und beschädigte das neue RB22-Auto. Teamchef Laurent Mekies bezeichnete den Rückschlag als bedauerlich, aber als Teil des Testprozesses.
Der Testdebüt von Isack Hadjar für Red Bull nahm am zweiten Tag des 2026-Formel-1-Vorsaison-Shakedowns auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona eine unerwartete Wendung. Der 21-jährige französische Fahrer, der nach einer starken Rookie-Saison von Racing Bulls befördert wurde, crashte das brandneue RB22 spät am Nachmittag in die Schikanen an Kurve 14. Die Strecke war durch Regen tückisch geworden und hatte die Fahrzeiten der meisten Teams eingeschränkt, wobei nur Red Bull und Ferrari nennenswerte Runden absolvierten. Hadjar hatte am Montag eine produktive Session hinter sich, bei der er zahlreiche Runden drehte und wertvolles Feedback an die Ingenieure gab. Der Vorfall am Dienstag beendete seine Session jedoch vorzeitig, woraufhin Red Bull den Schaden begutachtete und auf den Mittwochstests verzichtete. Dadurch bleibt dem Team keine weitere Gelegenheit bei diesem Barcelona-Test, da die Regeln nur drei Tage vor dem nächsten Shakedown im nächsten Monat in Bahrain erlauben. Teamchef Laurent Mekies spielte den Crash herunter und sagte: „Die Bedingungen waren heute Nachmittag sehr tückisch, daher sehr bedauerlich, dass es so endete, aber es gehört zum Spiel.“ Er hob die positiven Aspekte der Woche hervor: „Diese Schwierigkeiten kamen nach einem sehr, sehr positiven Tag gestern in Bezug auf die Anzahl der Runden, die Isack im Auto absolvieren konnte, und hinsichtlich seines Lernens, seiner Entwicklung und des Feedbacks an die Ingenieure.“ Hadjar selbst reflektierte die Situation: „Wir haben nur noch einen Tag, daher müssen wir diese Karte vorsichtig ausspielen. Die Priorität liegt jetzt darin, den Schaden am Auto zu bewerten und zu sehen, welche Möglichkeiten uns das für die nächsten Tage bietet.“ Der Crash erinnert an Pierre Gaslys problematische Vorsaison 2019 bei Red Bull, bei der zwei Barcelona-Vorfälle eine schwierige Saison einleiteten. Die Umstände unterscheiden sich jedoch: Die 2026-Regeln bringen große technische Änderungen, die Strecke war nass, und die Führung bei Red Bull hat sich mit dem unterstützenderen Mekies geändert. Quellen deuten auf mögliche Teilemangel hin, die Reparaturen erschweren könnten, aber Mekies betonte, dass Hadjar unverletzt ist und das Team optimistisch bezüglich der Anpassung des Rookies an das RB22 bleibt.